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Brake - Weserinsel Harriersand

Ein feiner Sandstrand empfängt den Besucher, der die Insel Harriersand inmitten der Weser betritt. Harriersand ist eine Insel von 11 Kilometern Länge und damit die längste Flussinsel Europas. Fernab des hektischen Alltags - und doch die Braker Skyline mit den Schiffen und Silos vor Augen - findet der Besucher Ruhe und Erholung auf einem Eiland vor,

das knapp zehn Minuten vom Braker Anleger entfernt liegt. Weder rostige Blechdosen noch Plastiktüten, die der Wind normalerweise hin und her treibt, trüben das Erlebnis. "Fast wie auf Sylt", meint ein Besucher, der zum ersten Mal auf der Insel ist. Die Weserinsel Harriersand bietet sich als Ziel für einen TagesausFähranleger Harriersandflug an: Die kleine Fähre Guntsiet, die an der Braker Kaje anlegt und Platz für 120 Passagiere bietet, bringt die Gäste auf die nahe Insel. Wer ausspannen und faul am Strand liegen möchte, ist hier gut aufgehoben. Die Wasserwacht achtet darauf, daß auch das Baden jederzeit gefahrlos möglich ist. Die Männer und Frauen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben die Schwimmer stets im Visier. Störenfriede, die mit ihren Booten vorbeirasen, werden zur Ordnung gerufen.

Im Norden hat der Verein der In-selfreunde ein Erholungsgebiet ge-schaffen, das auch von Nichtmitgliedern genutzt werden darf. Familien sind besonders willkommen. Auf Gruppen allerdings, die nur kommen, um auf dem Gebiet Feten zu feiern, möchte man hier lieber verzichten. "Mit Leuten, die Gartenbänke zum heizen des Lagerfeuers nutzen und die Dünen platt treten, haben wir schon genügend schlechte Erfahrungen gemacht." Über jeden Gast wird Buch geführt. Wer sich schlecht benimmt, darf nie wieder kommen. Wer nicht Zelten möchte, kann sich auch im Vereinsheim einmieten. Drei Zimmer stehen dort zur Verfügung.

Die Insel entstand im Zusammenhang mit der Weservertiefung. Der von den Baggern hervorgebrachte Schlick wurde entlang des Flußrandes abgelagert, wodurch Platen entstanden. Genutzt wurde das Gelände von den Bauern, die das fruchtbare Land zur Heugewinnung gepachtet hatten. Früher bestand die InHarriersand - Sandstrandsel aus sieben kleinen Inseln, Sanden und Platen, zwischen denen Priele flössen, die zum Heutransport benutzt wurden. Während einer weiteren Weserkor-rektion in den Jahren 1924 bis 1932 wurden diese zugeschüttet und das Land zu einer 1000 Hektar großen Insel vereint.

Ein Braker Holzhändler hatte 1926 die Idee, ein Strandbad einzurichten und erbaute an dem Strand gegenüber von Brake eine Gaststätte (die Strandhalle) und Umkleidekabinen sowie einen kleinen Steg mit Anleger. Er eröffnete dann eine Fährverbindung zwischen Brake und der Insel. Das Konzept ging auf. Bald war der Strand mit Badenden bevölkert. Die Schönheit des Bades sprach sich herum, und bald kamen sogar Sonderzüge aus Oldenburg und Bremen. Für kurze Zeit entstand sogar ein Kindererholungsheim hinter der Strandallee, wo kranke und schwache Kinder genesen konnten.

Jahrelang war Harriersand ein belebter Ausflugsort für Tagesgäste. der rege Betrieb wurde dann allerdings durch den Zweiten Weltkrieg gebremst. Es entstand zwar 1952 noch eine kleine Freilichtbühne auf dem Gelände hinter der Strandhalle, aber die beste Zeit des Strandbades war zunächst vorbei. Seit 1974 die Insel Teil der Gemeinde Schwanewede.

Auf der Insel leben ca. 75 Einwohner. Ein Dutzend Höfen betreiben noch Landwirtschaft. Im Winter ist die Insel und das umliegende Gebiet ein begehrter Überwinterungsplatz für Gänse, Schwäne und andere Zugvögel. Der Strand Harriersands lädt heute sowohl Einheimische als auch Besucher von weiter her zu ausgiebigen Spaziergängen sowie zur Sommerzeit zum Baden ein.

Die Fähre Guntsiet ist von März bis Ende Oktober in Betrieb und fährt etwa stündlich ab der Braker Kaje. Man kann auch sein Fahrrad mit über die Weser nehmen und auf der Insel eine Radtour machen. Auskunft erteilt der Fährbetrieb unter der Rufnummer (0 44 01) 12 31.

Weitere Informationen über Harriersand bekommen Sie, bei

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