Freizeit-Tipps

Greetsiel

Greetsieler AltstadtGreetsiel wurde schon 1388 als Hafenort erwähnt. So ist Greetsiel mit über 600 Jahren einer der ältesten Fischerhäfen in Ostfriesland. Für all jene, die auf Romantik pur stehen und mögen, bietet Greetsiel mit seinen historischen Häuserzeilen aus dem 17. Jahrhundert und mit der größten Krabbenkutterflotte Ostfrieslands einen vorzüglichen Ausflugs- und Urlaubsort an.

Urwald HasbruchDer Hasbruch ist ein rund 630 ha großes geschlossenes Waldgebiet und Bestandteil der Revierförsterei Hasbruch sowie des gleichnamigen Forstamtes. Er ist eins der größten Eichenreviere Norddeutschlands. Der Forstort Kleiriede im Hasbruch wird erstmals urkundlich erwähnt als Eigentum des Klosters Hude in einem Vertrag mit den Dörfern Vielstedt, Kirchkimmen und Steinkimmen aus den Jahren 1258/59.

Später war der Hasbruch Bannforst des Landesherrn. Alle früheren urkundlichen Erwähnungen der Namen Asbroc, Ascbroch oder Asebroc, u.ä. im norddeutschen Raum weisen teils auf Waldgebiete, meist aber auf Sumpf- oder Bruchgebiete hin.

Waldbau: Die Lehm- und Mergelböden des Hasbruchs wurden vor rund 200.000 Jahren während des Drenthestadiums der Saaleeiszeit geformt. Der im Untergrund liegende sog. Lauenburger Ton aus der Elstereiszeit steht in den Tälern der Brook- und Hohlbäke bis in den Oberbodenhasbruch 05 gross an. Aufgrund des Nährstoffreichtums und der guten Wasserversorgung der Böden ist der Hasbruch von der natürlichen Waldgesellschaft her dem Stieleichen Hainbuchenwald, dem Buchenwald und teilweise dem Bach-Erlen-Eschenwald zuzuordnen. Er ist von alters herein Laubmischwald aus Eiche, Buche, Esche, Erle, Birke und Hain- oder Weißbuche. Die heute hier auf etwa 10 Prozent der Fläche vorkommenden Nadelholzarten sind durch künstlichen Anbau seit Beginn des 19. Jahrhunderts eingeführt worden.

Im 17. und 18. Jahrhundert ist der Hasbruch durch Waldweide, Plaggenhieb, Holzberechtigungen und Holzdiebstahl ausgeplündert worden. Der Charakter des Waldes war der eines lichten, parkartigen Hutewaldes. Hier wurde Vieh „gehütet". Reste davon sehen wir noch heute im „Urwald". Seit Ablösung der Weiderechte in der Zeit von 1815-1882 sind hier jedoch zwischen den alten Huteeichen zahlreiche jüngere Buchen und Hainbuchen aus Naturverjüngung herangewachsen und haben das ursprüngliche Hutewaldbild verändert.

Der überwiegende Teil der heute über 100jährigen Eichenbestände des Hasbruchs wurde seinerzeit von den Forstleuten wegen der damals noch üblichen Waldweide als weitständige Heisterpflanzung begründet. Man pflanzte 2 - 3 m hohe Eichen auf 12 Fuß und Buchen auf 9 Fuß Abstand, um zwischen den Bäumen genügend Gras für das Weidevieh und frühe Eichel-Mast für die Schweine zu haben. Es ist daher kein Wunder, daß diese Eichenbestände heute aufgrund ihres weitständigen Erwachsens in der Mehrzahl keine besondere Qualität zeigen. Erst etwa ab 1880 begann man, die Eichenbestände aus Saat oder dichter Pflanzung nachzuziehen, um Qualität und Mengenleistung zu erhöhen. Auf einigen Flächen ist in jüngerer Zeit auch die Naturverjüngung der Eiche nach einer Eichel-„Vollmast" geglückt.

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Der „Urwald": Bei der Umwandlung des Hutewaldes in Hochwald wurden im vorigen Jahrhundert einige besonders markante Bestände als „Ausschlußholzung" in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten - „aus Pietät und ästhetischen Gründen" - wie es damals hieß. 1938 wurde eine Fläche von 29 ha als „Urwald Hasbruch" unter Naturschutz gestellt. Nahezu die Hälfte davon fiel 1945/46 der Brennholznot bei Kriegsende zum Opfer. Seit 1976 ist der Hasbruch Landschaftsschutzgebiet. 1989 ist im Kern des Hasbruchs aus den beiden erhaltenen Urwaldparzellen (zus. 16,8 ha) und mehreren dazwischenliegenden Waldteilen im Bereich der Bachtäler von Brook- und Hohlbäke ein arrondiertes „Naturwald"-Gebiet (ohne irgendwelche Nutzung oder Pflege) von ca. 40 ha Größe geschaffen worden. 1997 wurde der gesamte Hasbruch unter Naturschutz gestellt. 1994 begannen erste Bemühungen zur Schaffung einer Pufferzone um den Hasbruch mit extensiverer Landwirtschaft, Pflege und Neuanlage von Wallhecken, Solitärbäumen u.a.m., um den ökologischen und landschaftlichen Wert des Gebiets zu erhalten und zu steigern.

Die eindrucksvollste noch lebende Eiche im Urwald ist heute die „Friederikeneiche". Ihr Alter wird auf 1200 Jahre geschätzt. Ehrfurchtsvoll und staunend steht man vor dem alten Recken, wenn man bedenkt, was dieser urwüchsige, knorrige Baumriese an über 1000jähriger Geschichte erlebt hat, und daß er heute noch allen Wettern und Stürmen trotzt. Abgesehen von den eindrucksvollen Waldbildern ist der Urwald als langfristig vom Menschen ungestörter Lebensraum mit hohem Gehalt an totem, morschem Holz für viele Tier- und Pflanzenarten von besonderer Bedeutung.

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Pflanzen und Tierwelt: Zu den Charakterpflanzen im Hasbruch gehört neben Eiche, Buche und Hainbuche ein Strauch: Die Stechpalme, auch Hülse (lat. Hex) genannt. Unter den Blumen sind im April Frühlingsblüher am auffälligsten, vor allem die Anemone. An feuchten Stellen finden sich u.a. Lungenkraut, Primel, Scharbockskraut und Waldmeister; großen Artenreichtum finden wir auch bei Farnen, Moosen und Pilzen. Reh, Hase, Fuchs und Marder sind hier zu Hause. Dam- und Schwarzwild, das südlich der Autobahn gelegentlich vorkommt, finden wir im Hasbruch nicht. Rotwild gab es bis 1884. Reichhaltig ist die Vogelwelt mit über 50 Brutvogelarten und einer hohen Dichte von 14 Brutpaaren je ha, darunter zahlreiche Hohlbrüter. 10 verschiedene Fledermausarten leben hier. Bäche, Teiche, Bombentrichter und Sägekuhlen (hier wurden im vorigen Jahrhundert die dicken Eichen in transportfähige Stücke zertrennt) sind Lebensraum für vielerlei Amphibien und Insekten.

Standort:

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Wandern im Hasbruch: Die besandeten, ebenen Wege sind für jung und alt während des ganzen Jahres gut begehbar. Sie dürfen im Naturschutzgebiet nicht verlassen werden, weil hier der Schutz und die ungestörte Entwicklung von Pflanzen und Tieren Vorrang haben. Vergraste Schneisen und Rückewege gelten nicht als Wanderwege. Für Reiter wurde ein besonderer Rundweg angelegt.

Den Hasbruch kann man von drei größeren Wandererparkplätzen aus erlaufen:

Parkplatz "Liebesallee" Am Forsthaus (Vielstedt)

Er liegt in der Nähe des gleichnamigen Weges. Dessen vielversprechender Name soll wie folgt entstanden sein: Das Forstamtsgebäude am Anfang der Liebesalee wurde um die Jahrhundertwende von einer Försterfamilie bewohnt, deren Töchter ins heiratsfähige Alter kamen, um diese nun unter die Haube zu bringen, wurden Offiziere aus Oldenburg eingeladen. Unter anderem gehörte zu dem vorprogrammierten Tagesablauf ein gemeinsamer Spaziergang auf eben dieser Liebesalee.

Parkplatz "Schwarzes Heck" (an der BAB-Anschlußstelle "Hude")

In früherer Zeit stand hier ein schwarzes Heck, eines der Haupteingangstore zum Hasbruch. Hier erwartete der Forsthüter den Großherzog, wenn dieser zur Jagdhütte im Hasbruch fuhr. Der Forstort hier heißt "Heue".

Parkplatz "Sommerfrische" (Bookholzberg)

Der Parkplatz hatte früher seinen Namen nach der Bezeichnung der Gastwirtschaft „Landhaus Hasbruch". Jetzt befindet sich im alten Landhaus ein Cafe-Bistro was zum verweilen einlädt.

Auch die Parkplätze der Autobahnraststätte Hasbruch-Nord, der Straße „Am Steinberg", der „Kühlinger Straße" und der Straße „Zur Dicken Eiche" werden gern von Hasbruchwanderern angefahren.

Im Naturschutzgebiet Hasbruch:

  • Bitte auf den Wegen bleiben, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad!
  • Hunde an der Leine führen!
  • Keinen Lärm machen, kein Feuer anzünden!
  • Abfälle bitte wieder mitnehmen!
  • Pflanzen nicht beschädigen oder mitnehmen!
  • Tiere nicht stören!
  • Veranstaltungen (Führungen oder Wanderungen) mit mehr als 30 Personen bitte anmelden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf folgendes Internetseite: www.hasbruch.de

 

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